30+

Interview 30plus-Party / Interview Wilfried Pallenberg


Wilfried Pallenberg ist seit über 25 Jahren Vorsitzender der Endart-Kulturfabrik.
Mit dem Koubs-magazin sprach er 2008 über das 30plus-Format in der Endart.

Redaktion:
Herr Pallenberg, die Kulturfabrik auf der Veldener Straße steht schon seit über 25 Jahren für vielseitige Qualität in Sachen Kulturprogramm. Ende Oktober wollen Sie  mit einem 30+-Programm besonders das ältere Semester in die Endart bewegen. Gelingt Ihnen das nicht schon bestens mit den monatlichen 70er80er90er-Partys, die ja in Düren und Umgebung Kultstatus genießen? Wozu das 30+- Partyformat?

Pallenberg:

Sicherlich liegt der Alterdurchschnitt der Besucher dieser Party bei ca. 30 Jahren. Jedoch hat sich das Publikum der 70er80er90er-Partys altersmäßig eher verjüngt – ältere Semester kommen leider seltener zu uns. Deren  Hauptkritikpunkte : zu lange Wartezeiten, zu voll, zu wenig Platz zum Tanzen, zu viele Leute unter 30ig, Musik zu jung. Mit dem 30+- Partyformat wollen wir genau diese Kritik konstruktiv umsetzen.

Redaktion:
Wie soll das genau aussehen?

Pallenberg:
Die Party wird definitiv in einem kleinerem Rahmen stattfinden als die 70er80er90er-Parties, d.h. nur im Hauptsaal und im beheizten Biergarten als Rückzugsbereich. Am Eintritt achten wir auf Besucher, die nicht das 30+-Kriterium erfüllen – für die gibt’s auch keinen Einlass. Der kleinere Rahmen der Veranstaltung bedeutet natürlich auch weniger Wartezeit für die Besucher; ggf. fangen wir Stoßzeiten mit einer 2. Eintrittkasse ab– niemand soll jedoch mehr als 5 min vor der Türe stehen. Außerdem werden wir  mehr auf den Füllgrad auf der Tanzfläche achten – keinen Platz zum Tanzen wird es nicht geben. Die Musik wird sich stärker von den 70er80er90er-Parties abheben – hier gilt dann mehr alt als neu.

Redaktion:
Glauben Sie nicht, dass sich die Endart mit diesem Konzept selbst Konkurrenz macht? Es gibt ja- wie gesagt- schon die 70er80er90er-Party, die ein ähnliches Publikum anspricht.

Pallenberg:
Ich glaube nicht, dass wir uns hier Konkurrenz machen. Unser Wunsch ist es doch, die Besucher zurück in die Endart zu holen, die in den Anfängen unsere 80er80er90er-Parties besucht haben. Ich bin mir sicher, dies mit dem 30+- Angebot zu schaffen.

Redaktion:
Was ändert sich in Sachen Musik?

Pallenberg:
Mit Dirk Kistas  haben wir für das Format einen DJ gefunden, der sich bestens im 30+-Metier auskennt und genau den musikalischen Geschmack des älteren Publikums trifft.

Redaktion:
Vielen  Dank für das Gespräch!

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